Die Schutzmantelkapelle „Maria auf dem Buchholz“

 

 

Willi Schüßler, Düsseldorfer Bauunternehmer mit Wurzeln in Winkels, hat sich mit der Errichtung einer Schutzmantelkapelle auf dem Winkelser Buchholz einen Traum erfüllt: etwas von dem  zurückzugeben, was ihm das Leben gegeben hat! 

 

Nach viermonatiger Bauzeit wurde am 7. September 2008 die sogenannte Schutzmantelkapelle "Maria auf dem Buchholz" geweiht, nachdem die Madonna nach einem Festgottesdienst in der Winkelser Kirche in einer feierlichen Prozession zur Kapelle gebracht wurde. Die Kapelle ist im Grundriss einem Schutzmantel nachempfunden, wobei das Mantel-Symbol durch die äußere Gestaltung der Kapelle als siebenfach gefalteter Kegel verdeutlicht wird. 

Auf der Suche nach einem Vorbild für die Schutzmantelmadonna stieß Willi Schüßler auf eine Skulptur im Berliner Bodemuseum, deren Original um das Jahr 1480 in Ravensburg geschaffen wurde. Sie diente dem Künstler Friedrich Wilhelm Dicks als Vorlage für die Schutzmantelmadonna wurde von Hans Rommen in prächtigen Farben bemalt. 

Mit einer außergewöhnlichen Aufgabe, die betontechnologisches Wissen voraussetzte, großes handwerkliches Geschick abverlangte und letztlich meisterhaft gelöst werden konnte, waren die Abteilungen Schalungsbau, Produktion und Montage bei dem familiengeführten Unternehmen Hering mit Hauptsitz in Burbach (NRW) in diesem Jahr beschäftigt.Schalung windschiefes Betonfertigteil

Nach der Herstellung von mehreren Handmustern, die Aufschluss über Farbigkeit und Oberflächenstruktur geben sollten, wurden je ein Großmuster in doppelwandiger stehender und in liegender Schalung produziert. Da die sieben Meter hohen Fertigteile nicht nur gekrümmt, sondern auch in sich verdreht waren, galt es herauszufinden, welche dieser Schalungen für die Produktion der Fertigteile die besten Ergebnisse liefern würde. Die Oberflächen sollten qualitativ so gut sein, dass eine umfangreiche Nacharbeitung entfallen konnte. Beim Vergleich beider Fertigungsarten entschied Hering sich für die liegende Schalung. Sie hatte Ähnlichkeit mit einem Bootsrumpf und war dreifach lackiert.

Nach dem Erhärten des Betons wurden die Außenseiten fein gesäuert, während die Innenseiten eine mit der Kelle geglättete Oberfläche erhielten. Um ihr weißes Erscheinungsbild vor einer zu schnellen umweltbedingten Verschmutzung zu schützen, wurden die Fertigteile Windschiefes Betonfertigteilhydrophobiert. Zusätzlich erhielten sie eine farblose, nicht glänzende Anti-Graffiti-Beschichtung.

Die Monteure setzten die sieben Tonnen schweren Fertigteile auf der Baustelle zu einem offenen Kegel zusammen. In den schmalen, konisch zulaufenden Lichtöffnungen zwischen den Elementen ließ der Bauherr im Nachgang farbiges Sicherheitsglas einsetzen. Die Anordnung der Wände zu einem Kegel entsprach der Grundidee eines Schutzmantels, denn in der Kapelle wird eine Marienstatue ihr zu Hause finden, die unter ihrem weit geöffneten Mantel den Hilfesuchenden Schutz bietet. Die Kegelspitze, mit einem Durchmesser von zwei Metern, wurde als letztes Bauteil auf den „Mantel“ gesetzt und mit diesem kraftschlüssig verbunden.

Sie umschließt eine Krone aus Edelstahl, die mit 24-karätigem Blattgold beschichtet ist. Den Abschluss bildet ein schlichtes, weißes Holzkreuz.

 

 

>>>Bildergalerie<<<

 


 

>>>eigene Internetseite "Schutzmantelkapelle"<<<