Gemeindeverwaltung


Mengerskirchen, eine hessische Landgemeinde mit 5 Ortschaften, liegt im Landkreis Limburg-Weilburg an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Geographisch zählt die rd. 6.000 Einwohner-Gemeinde zum Ausläufer des östlichen Westerwaldes, dem Oberwesterwälder Kuppenland.


Mengerskirchens Landschaft wird durch den 605 m hohen Knoten und bewaldete Basaltkuppen, die das Faulbachtal vom Vöhlerbachtal trennen, geprägt. Das Gemeindegebiet dehnt sich auf rd. 30,82 km² aus; ca. 35 der Gemeinde sind bewaldet.
Der Urlauber findet in unserer Gemeinde ein abwechslungsreiches Angebot an Freizeiteinrichtungen, wie z.B. Tennis, Angeln, Bootfahren oder Schwimmen in den idyllisch gelegenen Freibädern am Seeweiher, ausgezeichnet vom Hessischen Rundfunk als "Schönster Badesee 2010" oder am Waldsee. Der Wanderer freut sich über ein gut ausgebautes Wegenetz, das die weiträumige Mittelgebirgslandschaft erschließt. Wiesen wechseln mit rauschenden Wäldern, Fernblicke über Taunus und Westerwald verlocken das Auge zu träumerischer Reise. Das aus dem 13. Jahrhundert stammende und in den letzten Jahren völlig restaurierte Mengerskirchener Schloss ist Zeuge einer alten Siedlungsstätte und unterstreicht die zentrale Bedeutung der Kerngemeinde für den Landstrich um den Knoten.


Das Vereinsleben hat sich durch den Bau von Bürgerhäusern in allen Ortsteilen zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des dörflichen Lebens entwickelt. Nahezu 40 Vereine bieten vielfältige Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung.
Die Westerwaldgemeinde bezeichnet sich als sportfreudig. Zwei Großturnhallen, ein Sportzentrum mit Tartanlaufbahn, zwei Fußballhartplätze und zwei Kunstrasenplätze, Kleinkaliber- und Luftgewehrstände und Tennisplätze bieten ein vielfältiges sportliches Angebot.


Senioren und Seniorinnen, die pflegebedürftig sind, werden in dem Seniorenzentrum "Katharina-Kasper-Haus" betreut. Nach einem Erweiterungsbau stehen hier 42 Betten zur Verfügung.
Die Betreuung der 0- bis 6jährigen Kinder erfolgt in 3 Kindertagesstätten und einer Kinderkrippe. Die Grundschüler aller Orte werden in der "Franz-Leuninger-Schule" in Mengerskirchen unterrichtet; das weiterführende schulische Angebot bietet die "Westerwaldschule", eine Haupt- und Realschule im Ortsteil Waldernbach.


Dem Landschafts- und Naturschutz kommt in der Gemeinde ein hoher Stellenwert zu. Der derzeit fortgeschriebene Landschaftsplan soll den guten Erholungscharakter der Landschaft sichern und Naturreservate schützen. So ist geplant, den selten vorkommenden Magerrasen mit seinen Basaltblockfeldern am Knoten und die Feuchtgebiete am Seeweiher sowie am Quellgebiet des Knotens unter Naturschutz zu stellen.


Große Basalt- und Tonlagerstätten liegen in der Gemeinde. Seit der Jahrhundertwende bis in die 50er Jahre wurden Basalte abgebaut. In größerem Umfange werden seit 1956 Tone gewonnen. Es handelt sich hierbei um Qualitätstone, die weltweit exportiert werden. 


Die Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde beschränken sich nicht nur auf das Schloss in Mengerskirchen, dessen ältester Gebäudeteil (rechte Seite) seit 1990 ein Turmmuseum beherbergt. Der Schwerpunkt des Museums liegt in der Darstellung ausgestorbener Handwerksberufe, wie z. B. Nagelschmiede, Häfnerei, Besenbinderei. Von Interesse dürfte auch die Ruine der Maienburg bei Winkels sein, die zwischen 1320 und 1340 erbaut, doch wegen der Pest schon um 1600 verlassen wurde.
Der Ortsteil Waldernbach verfügt über schmucke Fachwerkhäuser. Sehenswert ist die im Jahre 1886 im neugotischen Stil erbaute Waldernbacher Pfarrkirche, welche 1990 innen renoviert wurde. Dabei hat man die Erstbemalung - eine gotische Rankenmalerei - freigelegt. Interessant ist auch die neuromanische Kirche in Probbach mit ihrer besonders wertvollen Madonna aus dem 15. Jahrhundert. Auch die Ortschaft Dillhausen, im reizvollen Welschbachtal gelegen, verfügt über eine besonders schöne neuromanische Basaltkirche mit vier Türmen.


Einzigartig ist wohl, dass Gemeindeverwaltung und Bürgerhaus in einem Schloß untergebracht sind.


 

Chronik der Ortsteile